Tipps von der Gaststätte München: Was genau ist Whisky eigentlich? Und wie entscheide ich mich für „den Richtigen“?

Tipps von der Gaststätte München: Was genau ist Whisky eigentlich? Und wie entscheide ich mich für „den Richtigen“?

Der Lockdown wird langweilig? Wie wär’s denn mit einem privaten Whisky-Tasting zwischendurch? Wir von der Gaststätte München verraten Ihnen in diesem und im nächsten Beitrag Wissenswertes über Whisky und wie man ihn verkostet – werden Sie mit uns zum Whisky-Experten!

Wissenswertes über Whisky

Whisky – das „Wasser des Lebens“. So lautet die Bedeutung des schottisch-gälischen Wortes „uisge beatha“, von dem der Begriff Whisky ursprünglich stammt. Aber was ist ein Whisky eigentlich genau? Eine Spirituose, die aus Getreide gewonnen wird und mindestens 40 % Alkohol enthält. Tatsächlich hat aber jedes Land eigene Regelungen dafür, wann ein Whisky als „echter“ Whisky bezeichnet werden darf.

Innerhalb der EU sind es folgende Kriterien:

  • Der Whisky muss durch das Destillieren von Getreidemalzmaische gewonnen werden,
  • er muss mindestens 3 Jahre lang in Holzfässern von maximal 700 Litern Fassungsvermögen gereift sein
  • und er muss einen Mindestalkoholgehalt von etwa 40 % aufweisen.

Ein hochwertiger Whisky sollte dunkel, kräftig und alt sein. Erst nach sieben bis acht Jahren hat ein Rohbrand die Reifungszeit abgeschlossen und unangenehme Komponenten wie Schärfe oder den metallischen Geschmack, der durch das Kupfer der Brennblase entstehen kann, verloren. Durch Oxidation werden diese abgebaut.

Bei einem Whisky kann zwischen Fassstärke und Rauchgehalt unterschieden werden.
Zuerst zur Fassstärke: Sie sagt etwas über den Alkoholgehalt des Whiskys aus. Ein Whisky, der 40-46 % Alkoholgehalt besitzt, wurde vor der Abfüllung in Flaschen mit Wasser verdünnt, sodass er für den normalen Verbraucher schmackhafter wird. Ein Whisky mit einem Alkoholgehalt ab 55 % wurde unverdünnt abgefüllt und schmeckt um einiges intensiver.

Der Rauchgehalt eines Whiskys wird in ppm (parts per million = Anteile pro Million) gemessen. Hier wird zwischen drei Stufen unterschieden:

  • lightly peated
  • moderatly peated
  • und highly peated

Das Wort „peat“ bedeutet Torf und kommt daher, dass das feuchte Malz über einer mit Torf beheizten Feuerstelle getrocknet wird und so den Rauchgeschmack in den Whisky bringt. Je länger das Gerstenkorn über dem Torfrauch trocknet, desto rauchiger schmeckt der Whisky am Ende. Wer seinen Whisky lieber nur mit mildem Raucharoma trinkt, sollte einen light peated Whisky wählen.

Verschiedene Whisky-Sorten

Es gibt eine Menge verschiedener Whisky-Sorten. Zunächst sollte man sich deshalb die Frage stellen: Aus welchem Land kommt der Whisky? Die drei größten und wichtigsten Whiskymärkte sind Schottland, Irland und die USA. Jedes Land hat dabei seine eigenen „Whisky-Regularien“. Der Single Malt Scotch Whisky ist am bekanntesten, weshalb wir Ihnen diesen heute genauer vorstellen möchten.

Er besteht rein aus Gerstenmalz, und wird in kupfernen Brennblasen destilliert. Nach dem Brennen reift der Single Malt Whisky in Eichenholzfässern. Häufig handelt es sich dabei um Fässer, in denen zuvor amerikanischer Whisky reifte. Es werden aber auch gerne spanische Sherryfässer oder Weinfässer verwendet. Die Dauer der Lagerung sollte dabei mindestens 10 Jahre betragen.

Weitere bekannte Whisky-Sorten sind der Irish Single Malt Whisky und der Bourbon Whisky.

Empfehlungen für Whisky-Einsteiger

Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal für Einsteiger beim Whisky trinken ist, ob man den Whisky rauchig oder nicht rauchig mag. Bei der Entscheidung für den richtigen Whisky spielt es außerdem eine Rolle, ob Sie Raucher oder Nichtraucher sind, denn einen Nichtraucher kann das rauchige Aroma schnell abschrecken. Für Einsteiger eignen sich daher weiche und light peated Whiskys am besten.

Folgende Whisky-Sorten empfehlen wir von der Gaststätte München dafür:

  • The Balvenie
    • Alter: 12 Jahre
    • lagerte in 2 verschiedenen Fässern
    • sehr weicher und milder Whisky
    • besitzt ein starkes Vanille- und Karamell-Aroma
    • leichter Geschmack der Sherry-Traube enthalten

 

  • Glenmorangie
    • Alter: 10 Jahre
    • wird auf höchsten Brennblasen Schottlands gebrannt (6 Meter)
    • besitzt Zitrusaromen und weitere Aromen wie Orange, Honig und Vanille
    • ist besonders mild

 

  • Auchentoshan
    • Alter: 12 Jahre
    • noch milder als Glenmorangie
    • in Lowlands dreimal gebrannt
    • es ist auch Whisky aus Sherry-Fässern untergemischt
    • besitzt ein fruchtiges Aroma nach Grapefruit und Orange

 

  • Glenfiddich
    • Alter: 15 Jahre
    • drei Jahre älter als klassischer Glenfiddich
    • besitzt ein Honig- und Vanille-Aroma

 

Empfehlungen für fortgeschrittene Single Malt-Genießer

  • Lagavulin
    • Alter: 16 Jahre
    • sehr rauchiger, voluminöser Geschmack
    • kräftiger Whisky
    • Rauch, Asche, Torf und Grillkohle prägen den markanten Geschmack

 

  • Ardbeg
    • Alter: 10 Jahre
    • sehr rauchig und mild
    • vielschichtigen Mix aus Rauch, Süße, Toffee und Schokolade mit Zitrus
    • höhere Alkoholstärke mit 46 %

 

  • Caol Ila
    • Alter: 12 Jahre
    • sehr rauchiger und öliger Geschmack, leicht süßlich
    • im Abgang Spuren von Meer und Rauch
    • nicht sehr bekannt

 

Wir von der Gaststätte München laden Sie herzlich dazu ein, zu uns in den Waldgasthof zu kommen und herauszufinden, welcher Whisky ganz nach Ihrem Geschmack ist. Welche kostbaren Schätze wir auf unserer Speisekarte haben, finden Sie hier. Und dann: „Slàinte“, wie die Schotten so schön sagen!

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