Die lange Tradition der Biergärten

Die lange Tradition der Biergärten

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Wissenswertes rund um die Biergärten bzw. um den Ausschank unter Kastanien …

Laue Sommerabende, ein kühles Bier und eine Brotzeit: Längst ist die bayerische Biergartentradition in ganz Deutschland angekommen. Ihren Ursprung hatte sie jedoch in München, der Stadt, die getrost als Biergartenhauptstadt bezeichnet werden darf. Interessant zu wissen ist, dass alles mit einem Streit begonnen hatte.

König Max I. und die Eröffnung der ersten Biergärten

Maximilian I. Joseph von Bayern trat am 1. Januar 1806 sein Amt als erster König des Königreichs Bayern an.
Zur Freude seiner Untertanen setzte Max I. am 4. Januar 1812 einem seit langer Zeit schwelenden Streit zwischen Wirten und Bierbrauern ein Ende. Streitgegenstand waren die Schankrechte gewesen.
Bisher wurde das Bier im Fass vom Brauer an den Wirt verkauft. An einen Ausschank im Maßkrug – direkt vom Erzeuger an den Gast – war nicht zu denken. Per Beschluss erlaubte der König den Brauern nun, auf eigenem Grundstück selbst gebrautes Bier aus zu schenken und dazu Brot zu reichen. Um jedoch auch den Forderungen der bayerischen Wirte gerecht zu werden, blieb es bei dem Verbot für Brauer, andere Getränke oder Speisen zu verkaufen.
In gewisser Weise hatten somit beide Seiten obsiegt. Die Geburtsstunde der bayerischen Biergärten hatte geschlagen.

Kühles Bier im Sommer unter Kastanien

Um untergäriges Bier auch während der warmen Monate haltbar zu machen, brauchte es Ideen. Pfiffige Brauer suchten nach einer Lösung des Problems und fanden sie. In Flussnähe der Isar legten sie Keller an, in denen mit Hilfe von zusätzlichem Eis das Bier kühl gelagert werden konnte. Oberhalb beschatteten Bäume die Flächen. Allein das Aufstellen von Tischen und Stühlen machte jedoch die Biergärten noch nicht zum gemütlichen Sitz im Freien. Hier schafften die Gäste Abhilfe: Tischdecken im traditionellen Design – rot/weiß gestreift – , Geschirr, Besteck und eine komplette Brotzeit hatten sie selbst im Gepäck. Demzufolge waren die die Wirte in der Umgebung nicht begeistert gewesen.

Biergärten und ihr heutiges Gesicht

Das traditionelle Ausschankgefäß – der tönerne Maßkrug – wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts durch einen Krug aus Glas ersetzt. Auch das Schankmaß ist zwischenzeitlich vereinheitlicht. Die mit Kastanien bestückten Biergärten haben Konkurrenz in Form modern gestalteter Gärten bekommen. Auch wenn es nicht jedermanns Sache ist, so sorgen heute riesige Sonnenschirme für die Beschattung. Das Essen muss heute nicht mehr ausschließlich mitgebracht werden.

Kurzum, Biergärten haben Sie als Orte der Kommunikation, der Erholung und des Kulturgenusses. Heute sind sie in ganz Deutschland beheimatet.

Unser Waldgasthof Buchenhain – eine kleine Oase unter Kastanienbäumen am Rande Münchens

Ob gemeinsam mit Freunden, zu Zweit oder mit einer ganzen Gruppe, hier finden Sie einen wunderbaren Ort mit guter Küche. Das traditionelle Waldfest oder andere Events laden ebenso ein wie laue Sommerabende. Wir heißen Sie herzlich willkommen und schenken Ihnen schöne Stunden. Das Leben leben sollte Sie nie vergessen. Denn Sie haben es verdient, sich immer wieder mal eine Auszeit zu gönnen.

 

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