Bayrisch Essen in München

Bayrisch Essen in München

Bayrisch Essen in München im Waldgasthof Buchenhain

Dem Thema bayrisch Essen in München und in unserer ausgezeichneten bayrischen Küche haben wir schon den ein oder anderen Blogbeitrag gewidmet. Heute geht es um die bayrische Begleitung zum Essen, in flüssiger Form. Es geht um den goldenen Gerstensaft, der bei keinem authentisch bayrischen Essen fehlen darf.

 

Kleine Geschichte zu Hopfen und Malz

Am 23. April 1516 wurde einer der Grundsteine der bayerischen Identität gelegt: An diesem Tag erließen Herzog Wilhelm IV. und Ludwig X. das bayrische Reinheitsgebot. Bier war und ist ein Stück Bayern, und das wird bei uns im Waldgasthof Buchenhain gelebt. Seit also über 500 Jahren wird in Deutschland nun nach dem Reinheitsgebot gebraut. In der Vorschrift heißt es: „daß… zu keinem Bier andere Stück, denn allein Gerste, Hopfen und Wasser genommen werden sollen werden“. Mit der Erlassung des ältesten Lebensmittelgesetzes wurde ein Grundstein der bayrischen Biertradition gesetzt. Seither steht Bier bei uns in Bayern für Genuss, Tradition und Kultur.

 

Der goldene Saft aus dem Waldgasthof Buchenhain

Das Hofbräu Bier ist als Bier des Münchner Hofes entstanden. Der Import des Bieres war auf Dauer zu teuer und so gründete Herzog Wilhelm V. am 27. September 1589 (ziemlich genau 400 Jahre bevor das Traditions-Bier dann zu uns in den Waldgasthof kam) das Hofbräuhaus. Der Ausschank war allerdings dem Münchner Hof vorbehalten. Erst im Jahr 1610 wurde es den Gastwirten offiziell gestattet das Bier auch für das einfache Volk auszuschenken. Dies stoß natürlich auf weitreichende Begeisterung. Als Maximilian der I. dann 1806 auf den bayrischen Thron stieg, wurde das Hofbräu Bier zum „königlichen Hofbräuhaus“ und zog aus Platznot 1808 dann in das Herz von München, ans Platzl, wo es auch heute noch steht und zahlreiche Touristen aus der ganzen Welt anzieht.

Am 12. Oktober heiratete der Kronprinz Ludwig von Bayern und sein Vater spendierte eine riesige Feier für 40.000 Besucher. Es war der Vorläufer des heutigen Oktoberfestes und wurde von da an jedes Jahr gefeiert. Zwei Jahre nach der Hochzeit folgte dann auch der Ausschank des Hofbräu Bieres auf dem Fest auf der Theresienwiese.

 

So kam das Hofbräu Bier nach Buchenhain

Trotz zahlreicher Versuche der damaligen Besitzer eine Gastronomie hier in Buchenhain zu etablieren, wurde erst im Jahr 1906 eine Genehmigung zum Betrieb einer Sommerschankwirtschaft erteilt. Mit der Genehmigung und der langersehnten Lizenz zum Bierausschank in der Tasche, taufte der Besitzer unser Haus auf den Namen „Buchenhain“. Seit diesem Moment und bis heute, ist Buchenhain ein Platz, an dem die Menschen zusammenkommen, trinken, essen, lachen und ratschen. Das Bier ist also ein geselliges, wichtiges Element in der Geschichte der Gaststätte.

Nun das wichtigste geschichtliche Datum dieses Beitrages: Seit dem 1.10.1958 wird im Waldgasthof Buchenhain das traditionsreiche Münchner Hofbräu-Bier ausgeschenkt. Seit fast 60 Jahren nun also schon, sind viele, viele Liter des Hofbräu-Gerstensaftes geflossen.

 

Bis heute ist es so, wer bayrisch essen in München will, freilich ein Bier an die Hand gereicht bekommt. Prost und zum Wohle!

 

Share this:

Hinterlasse einen Kommentar